Mobile Datenerfassung bei der Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH
Die Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH führt zum 26.10.2010 die digitale Datenerfassung per elektronischem Notfallprotokoll ein.
Vorausgegangen ist dem ein Pilotprojekt, das auch vom Land Brandenburg unterstützt wurde und während dessen Laufzeit eine entsprechende Software getestet, entwickelt und angepasst wurde. Gleichzeitig wurden auch die Datenanbindung, sowie die Hardware getestet und angepasst.
In der Ausgangssituation wurden die Patientendaten per Hand (mittels Papier und Stift) im Notarzt- und Rettungsdienstprotokoll sowie auf der Verordnung einer Krankenbeförderung eingetragen. Danach wurden ausschließlich die Abrechnungsdaten digital erfasst, in dem diese vom Protokoll in ein Abrechnungssystem übertragen wurden. Die medizinischen Daten wurden bisher gar nicht digital erfasst und konnten so, wegen dem sehr großen personellem Aufwand, nicht oder nur wenig ausgewertet werden.
Mit der Einführung der digitalen Datenerfassung ergeben sich folgende Vorteile:
fehlerfreie, einfache und vollständige Erfassung durch integrierte Plausibilitätsprüfungen und Pflichtfelder
lesbare Protokolle ohne erfolglose Entzifferungsversuche „kreativer“ Handschriften, dadurch keine Fehlinterpretation von Diagnosen
Zeiteinsparung durch einmaliges Einlesen der Patientendaten über die Versichertenkarte (später auch das Auslesen der Gesundheitskarte möglich)
papierlose Übernahme des Notfallprotokolls in die Patientenakte im Krankenhaus möglich
die Auswertung der erfassten medizinischen Daten im Zuge der Qualitätssicherung, welche im Brandenburgischen Rettungsdienstgesetz festgeschrieben ist, wird nunmehr umgesetzt und führt auch zu einer effizienten Bewirtschaftung des Rettungsdienstes und der Überwachung des einsatzbezogenen Verbrauchsmaterials und der Medikamente
kurzfristige Abrechnung der Einsätze gegenüber den Krankenkassen, dadurch wirtschaftliche Absicherung des Unternehmens