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Neue Rettungswache in Basdorf eingeweiht

MOZ Artikel vom 02.12.2016 
Basdorf (MOZ)

Nach nur fünfeinhalbmonatiger Bauzeit ist am Donnerstag die neue Basdorfer Rettungswache übergeben worden. Das Bauwerk überzeugt in jeder Hinsicht.

Glückliche Gesichter, zufriedene Blicke, erleichtertes Aufatmen – all das ließ sich am Donnerstag bei der feierlichen Übergabe der neuen Rettungswache in Basdorf beobachten. Der Grund ist simpel: Innerhalb von nur fünfeinhalb Monaten beziehen die zwei Rettungsteams der Wache die neuen Räumlichkeiten, die keine Wünsche offenlassen. „Ein Hammer, wirklich toll. Hier haben sich Planer die richtigen Gedanken gemacht“, lobte Jan Pieper, der seit 25 Jahren als Rettungsassistent bei der Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH beschäftigt ist. Zehn Jahre lang logierte er in der alten Rettungswache gemeinsam mit der Basdorfer Feuerwehr unter einem Dach, nun ist er froh, dass diese Ära noch im Dezember ein Ende findet. „Es war zuletzt eine harte Zeit für die Mitarbeiter, denn die Fahrzeuge standen ja teilweise im Freien. Und wenn nach den Einsätzen im Frost die Wagen draußen gereinigt werden mussten, dann waren das keine zumutbaren Arbeitsbedingungen mehr“, benennt auch Anita Stahnke, die Geschäftsführerin der GmbH, Gründe für den Veränderungsbedarf in Basdorf.

In ihrer Festrede würdigte sie den Bau als beispielhaft: „So sehen Rettungswachen im 21. Jahrhundert aus. Funktional und modern. Wir haben moderne Fahrzeuge, gute Technik und wir müssen den Mitarbeitern Bedingungen bieten, die der Zeit entsprechen“, schätzte sie ein und dankte den Investoren Michaela und Frank Wolter. Die Wandlitzer Unternehmer hatten der Rettungsdienst GmbH das attraktive Angebot unterbreitet und damit der Wandlitzer Verwaltung Konkurrenz gemacht. Kämmerer Christian Braungard wollte der GmbH das Wachgebäude der ehemaligen Polizeischulgeländes als Sitz der neuen Rettungswache antragen, die Verhandlungen dazu liefen schon länger. „Wir müssen aber die Rettungszeiten im Blick behalten. Vom Ortsausgang Basdorfs aus hätten wir Stolzenhagen nicht mehr pünktlich erreicht“, erinnerte Anita Stahnke gestern. Und auch die Fertigstellung der Wache wäre eher in Richtung Jahresende 2017 realistisch gewesen.

Wolter indes vereinbarte mit der GmbH einen 20-jährigen Mietvertrag und realisierte auf einem 2500 Quadratmeter großen Grundstück einen Bau mit 250 Quadratmetern Nutzfläche. Dazu gehören eine Fahrzeughalle für zwei Rettungsfahrzeuge, vier Schlafräume für das Personal, Duschen und Umkleiden und ein moderner Aufenthaltsraum mit Küche, PC und TV. Etwa 500 000 Euro, so Wolter, kostete das Vorhaben. „Ich danke der Geschäftsführerin für das Vertrauen“, gab Wolter das Lob an Anita Stahnke zurück. „Wir alle könnten urplötzlich auf die Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen sein. Das gilt übrigens auch für die Feuerwehr im Ort. Ich würde mir so sehr wünschen, dass die Basdorfer Wehr mit den neuen Freiräumen im Gebäude nun an Attraktivität gewinnt und sich personell verstärken kann“, sagte Wolter der MOZ.

Die Basdorfer Rettungssanitäter fahren jährlich zwischen 2500 und 3000 Einsätze. Die GmbH unterhält insgesamt zehn Rettungswachen und realisiert jährlich rund 30 000 Einsätze, bei ansteigendem Trend.

Symbolische Schlüsselübergabe: Geschäftsführerin Anita Stahnke bekommt vom Investor Frank Wolter den Schlüssel zum Bauwerk.

© MOZ/Hans Still

 

Video im ODF zur Eröffnung